Mode-Zitat: Yohji Yamamoto

von Stilistiker


Ein Designer, der wie kaum ein anderer Designer die Modewelt mit dekonstruktivistischen Zügen und Asymmetrie revolutioniert hat, ist Yohji Yamamoto. Von ihm stammt der Satz:

“I think perfection is ugly. Somewhere in the things humans make, I want to see scars, failure, disorder, distortion.”

Kommentar …

Yohji Yamamoto trifft mit dieser Aussage genau ins Herz. Perfektion ist etwas, das unerreicht ist und ewig unerreicht bleiben sollte – das schließt natürlich nicht aus, dass man es nicht probieren sollte. Modisch wie stilistisch im Design plädiere ich jedoch dafür, dass es etwas Schönes geschaffen werden sollte, um dann zu alter und zu vergehen oder um gleich gebrochen zu werden.

Yohji Yamamoto und ich

Ein stimmiger Stil mit Sakko, Chino, Einstecktuch und Loafers, wie er in manchen Gegenden üblich ist, kann nur in Frage kommen, wenn er bewusst gebrochen ist. Das ist jetzt zwar nichts Yohji Yamamoto, der das sagt, aber ich – fast genauso gut. Die Frage ist nun: Wie stark darf ein Stil gebrochen werden?

Wenn es nach Yohji Yamamoto geht wird alles auseinander genommen und neu zusammengefügt. Das ist selbst mir etwas zu radikal. Mir reicht jedoch nicht einfach zwei stilistisch unterschiedliche Brands zu mischen. Für einen guten gebrochen Look, sollten neu und alt, Sports Wear und smarte Business Wear aufeinandertreffen – wenn der Look dann zwei von drei Leuten gefällt, ist er vielleicht doch perfekt.

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